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Triste Cradle

Triste Cradle ist einerseits triste, beschreibt also die unwiderstehliche Melancholie des 15. und 16. Jahrhunderts. Mille Regretz, Pavan Lachrymae und die In Nomine’s von Christopher Tye werden hier aber auf eine ganz besondere Weise beleuchtet: Improvisationen auf dem Cantus firmus sowie Fauxbourdon auf der bekannten Tenor- Stimme offenbaren diese Musik der Renaissance als plastische Meisterwerke, die sich immer wieder neu erkunden lassen.

 

Triste Cradle ist andererseits cradle, beschreibt also das Wiegen des Kindes, das jedem Kind das erste Tanzerlebnis schenkt. In The Fairie Round oder The Night Watch findet sich das schelmische Holborne-Tanzgefühl, das trotz seiner rhythmischen Komplexität sehr körperlich und beschwingt wirkt.

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